Untertitel:
Tatort Soko Tergernsee
Verlag:
KELTER MEDIA
Erschienen:
03.12.2019
Seitenanzahl:
256
EAN:
9783740958596
Sprache:
Deutsch
Format:
EPUB
Schutz:
Dig. Wass.

Der Kriminal-Roman 2 - Kriminalroman

Jacqueline Lochmüller


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Den Anfang bildet die SOKO Münsterland um den erfahrenen Hauptkommissar Max Braukhoff und seine unerschrockene Kollegin Marita Crohn. Das Ermittlerteam hat es mit einer düsteren Mordserie zu tun und kann nicht ahnen, dass zwei verschiedene Frauenmörder voneinander unabhängig die finstere Gegend um Haus Waldeslust unsicher machen. Die erfolgreiche Schriftstellerin Inge Beister wartet mit einer Wendung auf, die auch eingefleischte Krimileser überraschen wird.Die silberne Scheibe des Vollmondes schickte kaltes Licht vom Himmel, das nur spärlich durch die Wipfel der Tannen drang. Er bewegte sich rückwärts, keuchte und schnaufte und zerrte seine Last über den Waldboden. Zweige knackten, Laub raschelte und bei jedem Schritt dröhnte das schleifende Geräusch in seinen Ohren, das der Transport seines Pakets verursachte. Jeder Atemzug stach in seiner Lunge, nach Luft schnappend, hielt er inne. Im gleichen Augenblick schienen sämtliche Laute der Nacht zu erlöschen, und durch die plötzliche Stille vernahm er nur noch seinen eigenen schweren Atem. Tief unter ihm gurgelte der Wildbach über sein felsiges Bett. Kalter Schweiß überzog seinen Körper, und trotz der Plagerei fröstelte ihn. Sogar seine Handflächen waren feucht. Sein Herz pumpte, als wollte der Muskel jeden Moment platzen, und der Druck in seinem Hirn drohte den Schädel zu zersprengen. Weiter, nur weiter. Er musste die Sache abschließen. Während er zog und zerrte, sah er mehr nach hinten, denn nach vorne. Die Bäume wuchsen bis dicht an den Rand des Steinbruches. Wenn er nicht achtgab, stürzte er zusammen mit seiner Schlepplast in die Tiefe. Endlich hatte er die angestrebte Stelle erreicht. Er ließ sein Paket auf den Waldboden sinken, kniete sich auf eine Seite des Bündels und rollte es ganz nahe an die Kante. Für einige Sekunden hielt er inne, presste beide Handflächen gegen seine Wangen, spürte, wie eisig seine Finger waren und wie erhitzt sein Gesicht. Der Moment des Abschieds war gekommen. ›Vergib mir‹, betete er. ›Vergib mir, ich habe das nicht gewollt.

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