Untertitel:
Wie Bertolt Brecht trotz finsterer Zeiten mit dem epischen Theater die Bühnen eroberte
Verlag:
GRIN VERLAG
Erschienen:
10.09.2019
Seitenanzahl:
19
EAN:
9783346012562
Sprache:
Deutsch
Format:
PDF
Schutz:
Dig. Wass.

Armut in der Dreigroschenoper

Selina Steinich


12,99 €
inkl. 19% MwSt.



Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wird zunächst eine genauere Begriffsbestimmung von Armut vorgenommen, bevor auf die sozialen Verhältnisse zur Zeit von Bertolt Brecht eingegangen wird. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Dreigroschenoper und der Rolle, die Armut in diesem Werk spielt. Die Armut in der Gesellschaft: Ein Phänomen, das grundlegend in jeder Gesellschaft vorkommt. Sie ist immer da und bereits seit der Antike der Leitbegriff für die Symbolik und Praxis solidarischer Verfahren. Konkret bedeutet die Zentralisierung des Begriffs "Armut", dass der Umgang mit Armut in einer Gesellschaft Auskunft über deren Selbstverständnis gibt.Inklusion und Exklusion spielen hierbei eine wichtige Rolle, da die Armut hierdurch als Grenzsituation sozialer, politischer und religiöser Zugehörigkeit aufgefasst werden kann. Zunächst muss der Begriff der Armut genauer untersucht und bestimmt werden, um damit arbeiten zu können. Naheliegend ist die Definition, Armut als "Mangel an lebenswichtigen Gütern" zu sehen. Diese Bezeichnung drückt eine Bedürftigkeit aus, welche jedoch stets von der gesellschaftlichen Wahrnehmung abhängig ist. Demnach kann eine eindeutigeBegriffsbestimmung nicht festgehalten werden. Schließlich ist das Verhältnis von Bedürftigkeit und Wahrnehmung dieser kontextabhängig.Weiter kann ein Mangel an lebenswichtigen Gütern auf verschiedene Weisen gedeutet werden. Ein Mangel kann an unterschiedlichen Situationen und Umgebungen festgemacht werden. So wird zwischen absoluter und relativer Armut differenziert, wobei einerseits das physische Existenzminimum gemeint ist, während bei relativer Armut die deutliche Abweichung nach unten vom Durchschnitt Fokus trägt. Genauso bestehen hier jegliche Interpretationsmöglichkeiten. Selbst beim Begriff von "lebenswichtigen" Gütern kann nicht von einer allgemeingültigen Deutung gesprochen werden. Um sämtlichen verschiedenen Deutungen vorzubeugen, wird in der heutigen Zeit Armut eher als "Zustand eines Mangels an materiellen, kulturellen und sozialen Mitteln, die zur Sicherstellung sozialer Gerechtigkeit nötig sind" bezeichnet.

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