Verlag:
GRIN VERLAG
Erschienen:
12.12.2023
Seitenanzahl:
16
EAN:
9783346983138
Sprache:
Deutsch
Format:
PDF
Schutz:
Dig. Wass.

Indoktrination durch den Wirtschaftsunterricht? Die Einstellung von Schülern zum Thema Wettbewerb


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inkl. 7% MwSt.



Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Kaiserslautern, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Seminararbeit behandelt die Frage: Erfolgt durch Wirtschaftsunterricht eine Indoktrination? Exemplarisch wird der Einfluss von Wirtschaft im Unterricht auf die Wettbewerbseinstellungen der Schüler betrachtet und kritisch analysiert. Dafür wird zunächst geklärt, wie Wirtschaftsunterricht in allgemeinbildenden Schulen in der Bundesrepublik Deutschland vorkommt und welche Lernziele und Lerninhalte in ihm behandelt bzw. wie diese begründet werden. Im Rahmen dieser Begriffsbestimmung wird der Vorwurf der Indoktrination nachvollziehbarer herausgearbeitet. Dann folgt im dritten Kapitel eine Erklärung, wie die Einstellungen der Schüler zum Thema Wettbewerb erfasst, gemessen und verglichen werden können. Im vierten Kapitel, dem Hauptteil dieser Arbeit, werden die Auswirkungen des Wirtschaftsunterrichts auf die Einstellungen der Schüler zum Thema Wettbewerb reflektiert. Eine kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick mit Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitik schließen den Beitrag ab.In Anbetracht aktueller Krisen – Ukrainekrieg, Klimawandel und den unabsehbaren Folgen der Coronapandemie – erscheint die ökonomische Bildung wichtiger denn je. Zu diesem Schluss kommt auch die Trendstudie "Jugend in Deutschland – Winter 2022/23". Sie hat die größten Sorgen und Nöte der 14- bis 29-Jährigen erforscht. 71 Prozent der befragten 14- bis 29-Jährigen gaben die hohe Inflation als ihre größte Sorge an. Erst danach, mit 64 Prozent, folgt der Ukraine-Krieg auf Platz zwei und mit 55 Prozent der Klimawandel auf Platz drei. 54 Prozent aller Befragten halten Wirtschaftskrisen für besorgniserregend. Als besonders "erschreckende Erkenntnis" sieht die Trendstudie den Anstieg der Verschuldung der 14- bis 29-Jährigen an. Demnach gaben 20 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen an, dass sie Schulden haben. Der "Überschuldungsreport 2022" des Institut für Finanzdienstleistungen gibt mögliche Gründe für die Verschuldung von Menschen in Deutschland an. Neben "unwirtschaftlicher Haushaltsführung" und "Konsumverhalten", nennt das iff in diesem Report unter anderem "fehlende finanzielle Allgemeinbildung" als möglichen Grund für die Verschuldung. Dies, wie auch die durch zahlreiche Studien belegte mangelhafte ökonomische Bildung von Jugendlichen in Deutschland, ist eine Mahnung für Bildungspolitiker, das Thema finanzielle Bildung früher und verstärkt als bisher in die Curricula zu integrieren.

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